Tücken, Ausweglosigkeiten und andere Herausforderungen



Bernard da Costa Übersetzung: Karla Berkefeld

(Défis, impossibilités et autres embûches) , Drei Einakter 1 D, 1 H, , 1 Grunddek.

 

Tücken (Embûches)
Hubert, ein Kadett der Militärakademie Saint­Cyr, hat nach der Parade zum 14. Juli ein Mädchen aufgelesen. Nach einer ausgelassenen Nacht, die keinen Soldatenwunsch offen ließ, erklärt Suzy, die junge Lebedame, sie sei ein Mann und habe früher George geheißen. Aller Anschein spricht dagegen, aber Hubert muss schließlich ihren Beteuerungen glauben. Hastig sucht er seine Uniformstücke zusammen und will, ohne zu zahlen (nicht für einen Mann!) das Etablissement verlassen. Doch ganz ohne Gegenleistung will Suzy ihn nicht ziehen lassen.
Ausweglosigkeiten (Impossibilités)
Ein Vier-­Zimmer­Luxus­Appartement ist zur Besichtigung und Vermietung ausgeschrieben: zentrale und doch ruhige Lage, mit freiem Blick über die Stadt, garantiert unverbaubar. Die Interessenten stehen Schlange. Arnaud, ein junger, arbeitsloser Schauspieler, nicht angemeldet, auch nicht willens, noch in der Lage, die geforderten 3.000,­Euro Monatsmiete und die vierfache Kaution zu bezahlen, hat sich einfach vorgedrängt. Da ist er nun und erklärt der perplexen Maklergehilfin Geneviève, sie könne alle anderen, diese Unentschlossenen, nach Hause schicken, die Wohnung sei für niemand besser geschaffen als für ihn, hier könne er Agenten empfangen, Rollen einstudieren, lauthals Meisterwerke mit einer gewaltigen Stimme von sich geben ­ der neue Mieter sei er! Genevièves Entrüstung und Widerstandsversuche sind sinnlos. Arnaud schnappt den Wohnungsschlüssel und die Papiere und wirft alles zusammen zum Fenster hinaus. Das Ende der Geschichte: Sie verliert ihren Job; er kommt zu einer Wohnung ­ der Genevièves.
Die Herausforderung (Le défi)
Guy Coste, ein mittelmäßiger Zeichenlehrer, hat Aids. Die Zeit, als es mit ihm mal bergab, mal bergauf ging, die Zeit, da er noch zu hoffen wagte, ist vorbei. Es geht nur noch bergab. Seit drei Monaten liegt er auf der Pflegest

 

Ein Gleichnis vom ewigen Drang in jedem von uns, gegen Normen zu verstoßen. Aber auch von der Hoffnung, mag sie noch so unrealistisch, ja gar sinnlos erscheinen, dass sich alles zum Guten wenden kann. Selbst unheilbare Krankheiten, finanzielle Ausweglosigkeiten, die hoffnungslosesten psychologischen Blockaden, kurz Unterschiede zwischen den Geschlechtern, Kranken und Gesunden, Armen
Frei zur Deutschsprachigen Erstaufführung