Das Berliner Pläsier



Bernard da Costa Übersetzung: Michael Butting Übersetzung: Michèle Deodat

(Le plaisir berlinois) , Komödie , 1 D, 1 H, , 1 Grunddek.

 

Seit vier Jahren lebt er im Westen der geteilten Stadt. Er ist Ausländer. Er leidet unter Kälte und besucht häufig den Ostteil der Stadt. Er ist ein Sextourist besonderer Art. Er sucht ­ bloß keine Nutten ­ die wärmebedürftigen, einsamen 'Mädchen', solche, die an der Unterdrückung und der Einkerkerung leiden, die es satt haben, 'hier zu leben'. Er kann, er wird sie glücklich machen wenigstens für ein paar Stunden. Auch diesmal findet er ein erotisches 'Opfer', geht mit in ihr 'eingemauertes Zimmer', erregt sich an seinen Allmachtsphantasien, schlägt ihr vor, zu flüchten, um mit ihm auf der anderen Seite in Freiheit zu leben. Natürlich verschwindet der Tourist hinterher und das junge Mädchen bleibt mit seiner Einsamkeit allein zurück. Aber darüber hinaus auch mit einem neuen Gefühl einer wiedergewonnenen Unabhängigkeit.

 

Das Resultat der Anziehungskraft des beschädigten Nachkriegs­Berlin und von seiner Wirkung auf Bernard da Costa. Subtile Variationen um das Gefühl des Eingesperrtseins, des Vergnügens, das man auch erfahren kann, wenn man unglücklich ist, der Versuch, in einer düsteren und erbarmungslosen Welt zu überleben.
Frei zur Deutschsprachigen Erstaufführung