Knöpfe und Nieten



Mihai Ignat Übersetzung: Elise Wilk

(Fermoare, nasturi si capse), 1 D, 2 H, 1 Dek.

 

Drei jugendliche Freunde treffen sich einige Monate nach dem Selbstmord ihres gemeinsamen Freundes Eugen. Immer noch zutiefst geschockt, versucht jeder auf seine Art und Weise das Unfassbare zu verarbeiten. Der extrovertierte Paul entwirft bizarre Theorien und sieht die Dinge seiner Umgebung aus überraschenden Blickwinkeln. Cris ist zurückhaltend, skeptisch und sehr rational. Ana ist spontan und gefühlsbetont, aber sie hat depressiv-hysterische Anfälle seit Eugens Tod, der ihr Freund war. Ein Zippo-Feuerzeug - Ana hatte Eugen geschenkt, er hat es Cris hinterlassen, es trägt aber eine eingravierte Widmung an Paul - wird zum Katalysator einer Kettenreaktion von Gefühlsausbrüchen und gegenseitigen Beschuldigungen. Hatte Eugen einen Grund, sich das Leben zu nehmen? Was war der Auslöser dieser Verzweiflungstat? War es Ana und ihre Entscheidung, sich von ihm zu trennen? War es Cris weil er mit Anna geschlafen und ihn damit verraten hat? Oder Paul, der durch seine erotische Zuneigung Eugens sexuelle Orientierung in Frage gestellt hat? Das Stück endet ohne dies mit Sicherheit zu klären, aber die jungen Leute erkennen betroffen, dass der Verlust eines Freundes, ihren Lebenshunger erst recht entfacht hat.

 

Im März 2008 Jahres waren zwei Stücke von Mihai Ignat für den UNITER-Preis "Bestes rumänische Stück 2007" nominiert: 'Knöpfe und Nieten' und das Gewinnerstück 'Von Berufen und Holzwegen'.
Frei zur Uraufführung