Krisen oder Noch eine Liebesgeschichte



Mihai Ignat Übersetzung: Elise Wilk

Komödie ,1 D, 1 H, 1 Dek.

 

Er und Sie, ein zufälliges Paar, wachen im selben Bett auf. Sie wissen nicht, wie sie dahin gekommen sind und und können sich nicht an die Details der letzten Nacht erinnern. Dies ist der Prolog einer Liebesgeschichte mit Happy End, einer Geschichte, die sich dann im Alltag bewähren muss. In einer Folge von Dialogen und Monologen werden die diversen existentiellen, materiellen, psychischen oder einfach nur häuslichen Krisen einer modernen Zweierbeziehung aufgezeichnet. Die Eckpunkte dieser Momentaufnahmen sind unter anderen seine Befürchtung hässlich und vorhersehbar, ihre dick und banal zu sein; seine Angst vor der Armut und ihr Entsetzen als sie feststellt dass sie sich zu einer Kopie ihrer Mutter entwickelt hat; seine Furcht vor dem Tod und ihre vor Ratten; seine Panik über seine eingeklemmt Hand und ihre Verzweiflung darüber, dass in der kalten Wohnung kein richtiges Eheleben mehr stattfindet; sein Unbehagen bei dem Gedanken ihr immer ähnlicher zu werden und ihre Manie, jede Krise mit einer neuen Frisur zu bewältigen; seine Besorgnis dass sie sich nichts mehr zu sagen haben und ihr Ärger darüber dass ihre einstige Liebesbeziehung nur noch eine sexuelle ist.... Dieses Auf- und Ab der Gefühle im Leben eines ganz normalen Paares, komisch und dramatisch zugleich, ist eine Geschichte die jeder kennt und in der jeder sich selbst wiedererkennt, denn es ist die Geschichte einer jeden Beziehung, die länger dauert als die zwischen Romeo und Julia. Ob als komisches Drama oder als dramatische Komödie - Dank seiner variablen Struktur lassen sich die einzelnen Szenen je nach Wunsch, in unterschiedlicher Reihenfolge auswählen und zusammenstellen.

 

Nach seiner Uraufführung durch den Sender BBC in London hat das Stück seinen Weg über das rumänische Kulturzentrum in Wien in die Theater verschiedener rumänischer Städte wie Bukarest, Cluj, Kronstadt/Brasov , Tirgu Mures, usw. genommen, inzwischen wird es auch in Kanada gespielt.
Frei zur Deutschsprachigen Erstaufführung