Der Schutzengel kam aus der Hölle



Eva Maria Schalk

Jugendstück,1 D, 3 H, Einheitsbild mit änderbarem Mobiliar

 

Drogensucht gilt medizinisch als kaum heilbar, diese Tatsache wollte die tief gläubige Elvira, eine ehe­malige italienische Caritasschwester, nicht akzeptieren. Deshalb gründete und betreibt sie gemeinsam mit jungen Menschen eine multikulturelle Drogenstation (Die erfolgreichste der Welt!), die Gemeinschaft CENACOLO COMUNITA. Der Neuankömmling Juro wird ab der ersten Stunde von dem "Schutzengel" Anton begleitet. Anton war selbst ein Betroffener und nun beschützt er Juro Tag und Nacht: Er ist beim Essen dabei, beim Arbeiten und beim Schlafen. Anton, der sehr fröhlich, herzlich, geduldig und mitfühlend ist, hilft Juro die schrecklichen Wege des Entzuges zu schaffen. Juro erfährt beim Entzug alle Schmerzen dieser Welt und flüch­tet; aber Anton holt ihn wieder zurück. Juro ist oft provozierend, doch Anton begleitet ihn geduldig und erklärt ihm, dass auch für ihn seinerzeit an erster Stelle das Heroin, nicht etwa seine Mutter, sein Vater oder seine Freunde standen. Dass er ebenfalls durch die Hölle gegangen ist und wie ein Waschlumpen auf der Straße lag. Doch durch die uneingeschränkte Geduld von Elvira und diese glaubensstarke Gemeinschaft hat er hier das wertvolle Leben kennen gelernt.

 

Das Stück gibt einen Einblick in das Leben der weltweit erfolgreichsten Entzugsform, der Gemeinschaft CENACOLO COMUNITA. Dieser Text liegt auch in einer italienischen Fassung vor.
Frei zur Uraufführung