Constantia

Schauspiel in zwei Teilen

Thor Truppel

5 D, 11 H, 2 Dek. Mehrfachbesetzungen möglich

 

Im ersten Teil "Die Schaumgeborene" versucht Frederick, ein Diener der Gräfin Cosel, Koffer ausfindig zu machen, welche von ihr, kurz vor ihrem Sturz, überall in Deutschland versteckt worden sind. Der Diener vermutet, dass ein wichtiges Dokument in ihnen zu finden ist. Ein Dokument, das August der Starke unbedingt zurück haben will. Auf seiner Suche begegnet Frederick Menschen, die ihm von der Gräfin erzählen. Er selbst hat seine frühere Herrin nie zu Gesicht bekommen und es fällt ihm schwer, sich ein klares Bild von ihr zu machen. Die Berichte über die langjährige, mächtig gewordene und tief gefallene Mätresse des Kurfürst-Königs sind alle höchst widersprüchlich.
Der zweite Teil "Die letzte Beichte der Venus" spielt 49 später. Viele Jahre hat die Gräfin Cosel als Gefangene auf der Burg Stolpen verbracht. Frederick hat ihr über die ganze Zeit als ihr Beichtvater zur Seite gestanden. Aus Gefühl heraus, aber auch, um das letzte Geheimnis von ihr zu erfahren. Ist sie vielleicht sogar seine Mutter? Einige Indizien sprechen dafür. Doch die Gräfin ist nicht mehr Herr ihrer Sinne und in einem schlimmen Zustand; die Gefangenschaft hat ihr arg zugesetzt. Wird die gefallene Mätresse Frederick Gewissheit geben können?

 

Bis auf die authentischen Kostüme aus dem Zeitalter des Barock sollte die Bühne im ersten Teil leer und ungeschmückt bleiben. Dieser Teil wird nicht chronologisch erzählt, manche Szenen überschneiden sich mit Geschehnissen aus einer anderen Zeit und anderen Orten. Der zweite Teil spielt dagegen ausschließlich auf der Burg Stolpen über einen Zeitraum von einem Tag. Trotz aller Fiktion sind die im Stück verarbeiteten historischen Fakten solide recherchiert und der Autor versucht ein Bild über eine der interessantesten Frauen der deutschen Geschichte zu schaffen.
Frei zur Uraufführung