Die schweigende Muse und der Hermaphrodit



Thor Truppel

3 D, 3H, 1 Dek. veränderbar

 

Berlin in den Goldenen Zwanzigern. Asta Nielsen, der große Filmstar jener Tage, möchte gern Hamlet in einer spektakulären Verfilmung spielen. Durch geschickten Einsatz ihrer weiblichen Reize kann sie zwar den Produzenten des Filmes, aber nicht die Rolle haben. Deshalb schlüpft sie kurzerhand in Männerkleider. Beim Vorsprechen trifft sie auf Rudolph, der, in Frauenkleider gehüllt, um die Rolle der Ophelia buhlt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine innige Freundschaft, ohne dass der eine vom Geheimnis des anderen weiß. Die Rechnung geht auf und die Dreharbeiten beginnen. Doch währenddessen kommt es zu mysteriösen Mordfällen. Mehrere angesehene Herren der Gesellschaft werden tot in Strapsen und Stöckelschuhen gefunden. Der Kommissar hat einen Verdacht und beginnt mit Razzien in dem "verdächtigen" Milieu. Nun geraten auch Rudolph und Asta in den Blickpunkt der Polizei. Um die Rollen der Geschlechter, um männliches und weibliches Lebensgefühl und das Geheimnis des wahren Hermaphroditen rankt sich das Stück. Die Antike, die Goldenen Zwanziger und die Gegenwart werden ebenso wie Allzumenschliches in einen Topf geworfen und zu einer schrillen Komödie verarbeitet.

 

Eine schrille, bunte Komödie über die wilden Zwanziger Jahre, die beim Sandkorn-Autorenwettbewerb 2009 den Publikumspreis erhielt