Ein Strich auf der Mitte der Brücke

Schauspiel nach Texten von Peter Frömmig

Thor Truppel

Schauspiel nach Texten von Peter Frömmig - 1 D, 1 H, 1 Dek.

 

Auch in der kleinen ostdeutschen Stadt Eilenburg kommt es am 17. Juni 1953 zum großen Streik. Wie fast überall in der DDR legen hier die Arbeiter "ihren Hammer aus der Hand", um gegen die Normerhöhung der SED zu protestieren. Die Wut des unterdrückten Volkes entlädt sich in Demonstrationen gegen die Regierung, welche aber alsbald mit sowjetischer Hilfe blutig niedergeschlagen werden. Clara und Robert, obwohl seit ihrer Kindheit miteinander bekannt, lernen sich beide in dieser Zeit lieben und werden ein Paar. Beide beschließen die Flucht nach Westberlin, als Robert bei den Demonstrationen festgenommen und vom Staatsicherheitsdienst nur mit der Option freigelassen wird, wenn er als Spitzel für diese arbeiten würde. Um keinen Verdacht zu erregen, trennen sich beide in Ostberlin. Doch während Clara gut im Notaufnahmelager Marienfelde ankommt, misslingt Roberts Flucht. Er kommt auf der Glienickebrücke um. Clara wird nun alles versuchen, den Leichnam ihres geliebten Robert in der "freien Welt" bestatten zu können.

 

Das Stück basiert auf den Erinnerungen des Autors Peter Frömmig, welcher 1953 mit seiner Familie aus der DDR flüchtete. Es handelt sich um ein anspruchsvolles Zweipersonenstück, wobei es ein besonderer Reiz darin liegt, dass die Geschichte nicht chronologisch erzählt wird.